Hendrik bei SAP in Bangalore/Indien

Freitag, Juli 28, 2006

Abenteuer Ladakh (Kaschmir)

Dieses Mal findet ihr eine Menge Bilder in meinem Bericht. Die Nur-Englisch-Sprechenden auf Arbeit und andere in der ganzen Welt haben sich beschwert, sie wuessten nicht, was hier alles los ist. Um dem gerecht zu werden, gibt es einfach noch mehr Bilder. Viel Spass!

Nachdem Jens und Alex von ihrem Trip nach Mysore und Bandipur zurueck waren und sie sich noch schnell etwas die Innenstadt von Bangalore angesehen hatten, flogen wir am Dienstag Abend mit Kingfisher Airlines nach Delhi - fuer nur 80 Euro fuer 2,5h Flug inklusive leckerem Essen und Hostessen in kurzen roten Roecken. In Delhi angekommen, wurden wir von einem vorher organisierten Fahrer abgeholt; ich liess mich zu meinem Kumpel aus Delhi (Vaibhav) fahren, die anderen fuhren ins Hotel. Nachdem sich Georg in der Nacht aus Deutschland kommend noch dazu gesellte, verliessen Jens, Alex und Georg am naechsten Morgen Delhi in Richtung Agra. Dort stand das Taj Mahal und einige Festungen auf der Tagesordnung. Ich blieb den ganzen Tag bei Vaibhav in Delhi, schlief aus, unterhielt mich mit seinen Eltern und seinem Bruder und begab mich mit Vaibhav nachmittags zum Reisebuero um die letzten Formalitaeten fuer unseren Ladakh-Trip zu klaeren und die gesamte Summe zu bezahlen. Wir hielten uns dort nicht weniger als 4 Stunden auf und liessen uns die Agenda 100%ig erlaeutern. Dabei erwaehnte er, dass wir den ersten Tag in 4300m Hoehe nicht in der Lage sein werden etwas ausser einer Suppe zu essen, Karten zu spielen, ...! Ausserdem werden uns Kopfschmerzen und Atemnot plagen. Allerdings seien Sauerstoffflaschen ueberall verfuegbar - alles kein Problem. Nun ja, wir uebergaben die knapp 200 Tausend Rupien und verliessen sein Buero am Abend. Nun holten Vaibhav und ich noch seinen Kumpel, Sudeep, der sechste Mann im Bunde, vom Bahnhof ab. Ausserdem besorgten wir nach einer kurzen Konsultation mit Vaibhav's Vater noch eine grosse Tuete jeglicher Medizin fuer den bevorstehenden Horror-Trip. Gegen 1 Uhr nachts legten wir uns kurz schlafen.

Tag 1 – von Delhi nach Manali: Gegen 5 Uhr morgens brachen wir auf Richtung Manali. An diesem Tag sollten knapp 500km und 2000 Hoehenmeter ueberwunden werden. Fuer diese Strecke wurde uns ein Innova (ein kleiner Van) mit Fahrer gestellt. Leider waren in der Vorder- und Mittelreihe nur jeweils zwei individuelle Sitze anstelle von Sitzbaenken, wie vorher vereinbart, angebracht. In der letzten Reihe war eine schmale Sitzbank, auf der wir dann zu dritt sitzen mussten - leider sehr eng und unbequem. Bei jedem Stop wechselten wir also durch, damit jeder mal auf den billigen Plaetzen sitzen musste.
Auf halber Strecke fing es stark an zu regnen. Die Strasse, die sich an den Gebirgshaengen nach oben schlaengelte, wurde zu einem reisenden Fluss; teilweise lag Geroell von kleinen Erdrutschen auf der Strasse. Unser Fahrer drosselte aber keineswegs seine Geschwindigkeit und setzte seinen rasanten Fahrstil fort. Es spritze in alle Richtungen und unsere Koepfe knallten gegen die Waende und Fenster des Autos als wir durch riesige Loecher fuhren, die natuerlich unter der geschlossenen Wasserdecke nicht mehr erkennbar waren.
Gegen 18 Uhr kamen wir endlich im Hotel in Manali an. Nach ein paar Diskussionen bekamen wir statt den Standardzimmern einen Bungalow und eine Suite. Obwohl wir abends noch kurz in die Stadt wollten, fielen wir nach dem Buffet-Abendbrot total kaputt und mit schon beginnenden Kopfschmerzen ins Bett.

Tag 2 – von Manali nach Sarchu: Nachdem wir knapp zwei Stunden auf unsere bummelnden Inder gewartet hatten, ging unsere Reise gegen 8 Uhr weiter Richtung Ladakh. In der Wartezeit stritten wir uns mit dem Verantwortlichen der Autovermietung rum, der uns einen der aeltesten Toyota Qualis (diesmal ein Jeep mit zwei hinteren Sitzbaenken) gab und behauptete, dass er uns schon ein besseres Auto als geplant zur Verfuegung stelle. Bevor wir dann die Region um Manali verliessen um uns in die vernebelten Hoehen zu begeben, stoppten wir noch an einem Tempel mitten in einem Wald und in einem kleinen Dorf mit heissen Quellen, an denen Waesche gewaschen, geduscht, aufgewaschen, ... wurde.
Dieser Tag sollte der anstrengendste unserer Tour werden, da wir innerhalb von 10 Stunden auf schlechten Strassen von 2000m auf knapp 5000m aufsteigen wollten und schliesslich in 4300m in Sarchu in Zelten uebernachten sollten. Uns wurde gesagt, dass wir zwischen 3 und 5 Liter Wasser pro Tag trinken sollen um diesen Anstieg relativ ertraeglich zu ueberstehen und um nicht zu dehydrieren - also wurde noch eine Menge Wasser besorgt, getrunken und gelassen:
Gegen 1 Uhr kamen wir am Rohtang Pass in 3978m Hoehe, dem ersten Pass auf unserer Reise, an. Trotz schon starker Kopfschmerzen und beginnender Schlappheit liefen wir etwas herum um die Aussicht zu geniessen:
Nun fuhren wir wieder bergabwaerts, durch riesige Taeler, durch die kleine Stadt Keylong und letztendlich wieder nach oben ueber den 4950m hohen Baralacha Pass:
Zwischendurch mussten wir an den zahlreichen Polizei-Checkpunkten unsere Passdaten hinterlassen, damit genau nachvollzogen werden kann, wo sich die Auslaender gerade befinden:
In dieser Hoehe nahm nun die Hoehenkrankheit besonders bei mir stark zu. Die Kopfschmerzen, der Bluthochdruck und die Schlappheit brachten es soweit, dass ich nur noch im Auto hing und die schoene Landschaft kaum wahrnehmen konnte. Gegen 19 Uhr kamen wir an unserem Uebernachtungsstelle, einem Camp in Sarchu in 4300m Hoehe, an. Im Reisefuehrer war Sarchu als "kalt und miserabel" beschrieben, das sagt alles. Meine Situation war unveraendert, ich fiel ohne zu essen ins Bett:

Tag 3 – von Sarchu nach Leh: Am Morgen danach quaelte ich mich ohne Fruehstueck und nach mehrfachem Erbrechen zurueck in den Jeep. Schnell knipste ich noch ein Foto von unserem Camp und dem riesigen wunderschoenen Tal:
Nun ging die Fahrt weiter Richtung Leh. Wieder fuhren wir durch sich staendig veraendernde Gebirgsformen - Farben und Formen aenderten sich nach jedem Berg. Zwischendurch ueberquerten wir den 5060m hohen Lachlung Pass. Ich stand immer noch unuebersehbar neben mir:Auch umgestuerzte Autos und Busse oder LKWs, die ueber die Klippe gesprungen sind, waren keine Seltenheit:
Gegen 16 Uhr kamen wir im "Royal Palace Hotel" an und bezogen unsere Zimmer.
Waehrend die anderen sich bis zum Abendbrot etwas hinlegten, machte ich mich mit Jens auf den Weg in die Stadt. Schliesslich mussten wir beide 2 Tage eher aus Leh nach Bangalore zurueck fliegen und hatten daher weniger Zeit fuer Sightseeing in Leh. Wir liefen also die Maerkte entlang und liefen hoch zum Palast.
Dafuer zwaengten wir uns durch kleine Gassen und hangelten uns am Felsen entlang. Wir hatten natuerlich nicht den eigentlichen Weg genutzt, hatten dafuer aber viel mehr Spass. Oben angekommen, bezahlten wir 100 Rupien Eintritt (fuer Inder kostet es nur 5 Rupien) und schauten uns die Ruine an. Der gesamte Palast wurde zur Zeit renoviert, kein einziges Zimmer war fertiggestellt. Wir wurden allerdings von einem netten Moench durch das Gebaeude gefuehrt. Nach kurzem Ueberlegen entschlossen wir uns dann zu einem weiteren Aufstieg zu einer Burg-Ruine. Von den durchloecherten Boeden konnten wir dann die Aussicht ueber ganz Leh geniessen.
Danach liefen wir schnell zurueck ins Hotel, dinnierten am indischen Buffet und gingen anschliessend todmuede ins Bett.

Tag 4 – von Leh ins Nubra-Tal: Am naechsten Morgen brachen wir gegen 9 Uhr auf ins Nubra-Tal. Dafuer musste der hoechste befahrbare Pass der Welt, der Khardung La Pass in 5602m Hoehe, ueberquert werden. Den Anstieg von 3500m bewaeltigten wir in zwei Scorpio-Jeeps in weniger als zwei Stunden - demnach fuehlte ich mich auch wieder nicht so gut. Natuerlich war ich wieder vollkommen kaputt und war nicht in der Lage mit den anderen etwas herumzulaufen. Nachdem es wieder nach unten ins 3100m hohe Nubra-Tal ging, genoss man eine geniale Aussicht:
Auf dem Satellitenbild sieht das Tal folgendermassen aus. In der rechten Abzweigung des Tals befinden sich die Orte Sumur und Panamik, im linken Teil Diskit und Hunder. Im Hintergrund sieht man die pakistanische Grenze, die direkt ueber den Siachen-Gletscher verlaeuft.
Fuer das Tal brauchen uebrigens alle Touristen eine spezielle Erlaubnis, die man vorher in Leh beantragen musste. Diese musste man dann dem Militaer mehrfach vorzeigen. In Sumur in den "Silk Route Cottages" angekommen, bezogen wir schnell unsere Bambushuetten:
Dann fuhren wir weiter des Tal entlang nach Panamik und schauten uns dort die heissen Quellen an. Ich unterhielt mich kurz mit einem Inder, der in San Francisco arbeitet, zur Zeit Urlaub in der Heimat macht und sich dabei unter den heilenden Quellen duschte. Auf dem Rueckweg nach Sumur wollten wir fuer eine kurze Wanderung an einem See Halt machen. Der See befindet sich hinter einem Berg. Wie vom Reisebuero empfohlen, sollte uns der Jeep direkt vor dem Berg absetzen, also bewegten wir den Fahrer uns auch genau bis dort hin zu bringen. Leider konnte dieser nicht wirklich mit seinem Jeep umgehen und blieb im Sand stecken. Durch unsere Hilfe kam der Jeep dann doch wieder frei, obwohl der Fahrer immer nur mit Vollgas versuchte, voran zu kommen und sich dabei immer staerker eingrub:
Von oben hatte man dann wieder schoene Aussichten:
Danach fuhren wir wieder zurueck in unsere Unterkunft, es gab lecker Abendbrot, ein kleines Lagerfeuer und dann ging's ins Bett!

Tag 5 – Nubra-Tal Sightseeing: An unserem zweiten Tag im Nubra-Tal stand dessen linke Abzweigung auf dem Programm. Zuerst fuhren wir nach Hunder, schauten uns dort ein Kloster an und fuhren so weit wie moeglich ans Militaer ran:
Danach fuhren wir nach Diskit, hielten uns fuer's Mittagessen in der Innenstadt auf und liefen dort etwas rum. Unsere geschaeftstuechtigen Inder wollten nun mal wieder zu Hause anrufen. Wir suchten also ewig nach einem oeffentlichen Telefon. Wir hatten zwar dann eins gefunden, aber das half nichts, da innerhalb 30 Minuten keine freie Leitung zu bekommen war. Wir zogen also weiter zum Diskit Kloster, relaxten in und vor den Tempeln und genossen die grandiose Aussicht:
Auf der Fahrt wieder nach unten hielten wir noch an der Schule an, wo die jungen buddhistischen Moenche unterrichtet werden. Zum Glueck hatten diese gerade Schulschluss; sie rannten nur so aus der Schule heraus. Wir wurden etwas komisch angekuckt, aber die Schokolade, die wir einigen anboten, nahmen sie laechelnd entgegen.Nun mussten wir noch schnell zu den Sandduenen um dort etwas spazieren und Kamel reiten zu gehen:
Danach fuhren wir wieder zu den Bambushuetten zurueck, relaxten etwas, dinnierten am Buffet und sassen dann bis spaet in die Nacht mit dem Inhaben am Lagerfeuer. Da wurde extra fuer uns Chicken und Gemuese gegrillt und natuerlich gab es auch etwas Bier, Whiskey und Rum.

Tag 6 –zurueck nach Leh: An unserem sechsten Tag konnten wir endlich mal etwas ausschlafen, da es keinen Sinn machte, vor um 11 das Camp zu verlassen. Der Pass ueber die Berge zurueck nach Leh ist erst ab 13 Uhr aus dieser Richtung passierbar. Vorher duerfen nur Fahrzeuge von Leh ins Nubra-Tal fahren. Auf halber Strecke wurden wir aufgrund von Strassenarbeiten aufgehalten und mussten erstmal eine Stunden warten. Die Teermaschine war leider genauso breit wie die Strasse und es war kein Vorbeikommen moeglich bis es eine Ausweichstelle gab:
Als wir wieder am 5602m hohen Khardung Pass angekommen waren, fuehlte ich mich wesentlich besser als die vorherigen Male in diesen Hoehen. Also entschieden wir (nur Georg, Vaibhav und ich) uns, noch etwas weiter nach oben zu klettern um eine noch bessere Aussicht zu bekommen. Das Erklimmen der paar 100m wurde aber doch schwerer als erwartet, wir keuchten nur so vor uns hin und mussten uns aller paar Meter setzen. Trotzdem reichte die Kraft noch fuer ein Gruppenfoto auf sicher 5700m Hoehe. Ueberall waren Gebetsflaggen angebracht, die angeblich in diesen Hoehen am Besten erhoert werden.
Angekommen in Leh gingen wir noch etwas einkaufen und dann schnell ins Bett.

Tag 7 – von Leh zum Pangong Tso See: Jens und ich standen schon etwas eher auf um uns ein paar Kloester in der Umgebung zeigen zu lassen. Der Rest sollte dies zu sehen bekommen, wenn wir schon wieder in Bangalore Party machen. Wir fuhren also zuerst zum Shey Kloster, dann Thiksey, dann Hemis. Im Shey-Kloster war eine besonders grosse Buddha-Statue im Tempel:
Thiksey war wieder auf einen Berg gebaut. Besonders interessant war hier der moderne Moench ;-).
Hemis, das groesste und meistbesuchte Kloster in Ladakh, lag etwas weiter abseits. In diesem Kloster waren eine Menge Tempel und ein riesiger Innenhof zu bewundern.
Nachdem Jens und ich nun unser Sightseeing abgeschlossen hatten, trafen wir uns mit den anderen an einer nahegelegenen Kreuzung um zum Pandong Tso See aufzubrechen. Dazu mussten wir wieder einen Pass ueberqueren, diesmal den Chang La Pass in 5289m Hoehe. Mit der Zeit gingen uns unsere Fahrer immer mehr auf die Nerven, da sie nicht wirklich das machten, was wir ihnen sagten, staendig anhielten um mit Freunden zu quatschen, etwas zu essen - alles ohne uns zu fragen. Auf der Pass-Strasse wurden wir natuerlich wieder von Strassenarbeiten aufgehalten. Diese brachten eigentlich nur Teer zum Schmelzen und verbreiteten diesen ueber den vorher sorgfaeltig klein geschlagenen Steinen, die auf der Strasse verteilt wurden:
Ausserdem trafen wir unterwegs auf eine Herde Yaks:
Als wir an dem Camp "am" See angekommen waren, waren wir alle sehr enttaeuscht, da uns ein Camp mit dem Titel "Panorama Camp" etwas oberhalb vom See versprochen wurde, dieses aber 25km vom See entfernt war. Ein Wandern zum See war also nicht moeglich. Nach einigen Streitereien fuhren uns dann die Fahrer doch noch weiter zum See und zu einem Dorf, Spangmik, welches am naechsten an der chinesischen Grenze liegt (im Hintergrund im Satellitenbild ist die Grenze gut erkennbar).
Dort fanden wir ein schoenes Camp direkt am Wasser. Die Kosten fuer das Panorama-Camp wurden uns spaeter nach vielen Streitereien zurueckerstattet. Wir genossen noch den Sonnenuntergang und gingen nach dem leckersten und billigsten Abendbrot und ein paar Drinks in unsere Zelte schlafen.

Tag 8 – zurueck nach Leh: An diesem Tag standen wir gegen 4:30 Uhr auf, damit wir den Sonnenaufgang ueber dem See beobachten konnten. In der Nacht hatte es kraeftig geregnet bzw. in auf den umgebenden 6000er geschneit. Jens und ich zogen uns eine Jacke an und wanderten ueber eine Stunde Richtung Berge. Von dort genossen wir den Sonnenaufgang:
Auf dem Rueckweg vom Berg zurueck ins Camp kamen wir an kleinen Haeusern vorbei. Vor dem einen Haus war ein Parabol-Spiegel mit 2m Durchmesser angebracht. Dieser wird zum Kochen benutzt. Zufaellig kam eine aeltere Dame aus dem Haus. Zuerst rannte sie verstoert vor uns davon, kam dann doch wieder und lud uns zum Fruehstueck ein. Wir durften in ihre liebevoll eingerichtete Stube und es dauerte nicht lange und wir bekamen Tee und Kekse. Wir versuchten uns etwas mit ihr und ihrem Mann zu unterhalten, was sich aber als sehr schwierig herausstellte, da wir weder Ladakhi, noch sie Englisch sprachen. Trotz alledem waren sie sehr nett und sehr erfreut ueber den Besuch aus der Ferne.
Nach einem Tee ging unsere Fahrt zurueck nach Leh. Unterwegs mussten wir kurz ein paar Steine wegraeumen, damit die Strasse befahrbar war. Durch den Regen in der Nacht hatte es ein paar Erdrutsche gegeben. Der See nebenan glaenzte wieder in einem anderen Blau.
In Leh angekommen, fuhren wir direkt zum Reisebuero um uns ueber die Fahrer und das schlechte Camp zu beschweren. Natuerlich rasteten Vaibhav, Jens und ich sofort aus, als der Reiseleiter uns schnippige Antworten gab. Nach ueber einer Stunde hatte sich aber alles halbwaegs geklaert und alle waeren zufriedener. Nun ging's ins Hotel, etwas relaxen, etwas durch die Stadt spazieren, Abendbrot, Abschied und ins Bett.

Tag 9 – Flug zurueck nach Bangalore: 5 Uhr morgens kam unser Taxi (natuerlich verspaetet) um uns zum Flughafen zu bringen. Natuerlich fingen sofort wieder die Streitereien mit dem Fahrer an, der erst 1000 Rupien, dann auf einmal nur noch 500 Rupien wollte. Leider mussten wir etwas lauter werden bis er uns letztendlich doch zum Flughafen fuhr. Dort angekommen, waren alle Tore noch verschlossen und von der Armee bewacht. Nun wollte unser Fahrer nicht dort warten und anstelle direkt zu seinem Chef vom Reisebuero fahren (uns natuerlich mitnehmen) um irgendwie seine geforderten Rupien zu bekommen. Das Geld sollte fuer die kleinen Umwege sein, die er waehrend der 5 Tage mit uns fahren musste. Da er sich aber die ganze Zeit schon so miess benommen hatte, sollte er weder das noch einen einzigen Rupie Trinkgeld bekommen. Nach mehreren Diskussionen und dem eigenhaendigen Anziehen der Handbremse wurde nun doch gewartet und wir waren puenktlich am Gate. Nun begannen eine Menge Sicherheitskontrollen: erst an der Einfahrt zum Flughafen, dann am Eingang, dann nochmals nachdem wir im Gebaeude waren und dann am normalen Gate. Man durfte kein Handgepaeck mitnehmen und musste seine Taschen nochmals identifizieren, bevor diese ins Flugzeug geladen wurden. Das Flugzeug hob puentklich ab. Er zog steil nach oben, folgte in Schraeglage dem Tal, ueberflog nach einem Kreis nochmals Leh und dann ging es in 10000m Hoehe suedlich Richtung Delhi. Dabei konnte man die Wolken und sogar den Mount Everest in der Ferne bewundern.

2 Comments:

  • Hey!

    Is ja der absolute Wahnsinn, was du da die paar Tage erlebt hast, bin selber ganz fasziniert von deinem Bericht...

    Wenn man sich die Bilder ansieht möchte man glatt dort wohnen, würde meine Mum sagen... In diesem Sinne viele Grüße von meinen Eltern, die gerade ihren Urlaub genießen...

    Doreen

    P.S. Hast du toll gemacht! ;-)

    By Anonymous Anonym, at August 04, 2006 12:44 AM  

  • Hey Hendrik, genial...was du so alles in in Indien erlebst! Und der Trip hier ist ja echt der Wahnsinn! Da bin ich einfach nur neidisch! Kein wunder dass du nicht mehr zurück willst ;-)!

    Mal ne andere Frage...! Hab schon seit ner weile ne Mail verfasst...aber irgendwie hab ich ne alte E-Mailaddresse die nicht geht...und hier find ich auch keine! Vielleicht kannst mir bloß mal die E-Mail-Addi zukommen lassen! Sorry :*-/

    Na denn, wünsch dir noch ne schöne Zeit und viel Spaß noch in Indien! Dein Daniel...

    By Anonymous Anonym, at August 07, 2006 4:45 AM  

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